Ball der Offiziere (Alt-Neustädter Ball) Seit 1926 laden die Offiziere des Österreichischen Bundesheeres zu ihrem Ball ein. Von der Gesellschaft „Alt-Neustadt“ – einer Vereinigung von Absolventen der Maria Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt – organisiert, fand er dann unter der Bezeichnung „Ball der Neustädter Militärakademiker“ alljährlich bis 1938 in den Räumen der Wiener Hofburg statt. Nach Wiedererlangung der Wehrhoheit Österreichs wurde auch die Tradition dieses „Alt- Neustädter Balles“ wieder fortgeführt. Bereits 1956 veranstaltete das Bundesministerium für Landesverteidigung gemeinsam mit dem Verein „Alt-Neustadt“ erstmals wieder einen Ball, diesmal aber in den Wiener „Sophiensälen“, einer ursprünglichen Schwimmhalle, die später in einen Tanzsaal umgewandelt werden konnte und vielen Generationen unbeschwertes Ballvergnügen bereitete. Die in den 60er- und 70er-Jahren ständig steigende Besucherzahl – die immer häufiger werdenden Partnerschaften zwischen Kommanden und Verbänden des Bundesheeres sowie Industrie, Wirtschaft und Interessengemeinschaften trugen ebenfalls ihren Teil dazu bei - machte aber 1977 die Schaffung eines eigenen Ballkomitees und 1981 schließlich die Übersiedlung des Balles in die Wiener Hofburg notwendig. Dieses Ballkomitee, das sich aus Offizieren des Bundesministeriums, des Militärkommandos Wien und der Absolventenvereinigung Alt-Neustadt zusammensetzt, leitet bis heute die Geschicke des Balles, wobei seine Aufgaben immer größer werden, da dieser Ball national, aber auch international immer größere Beachtung findet. Er ist heute ein Treffpunkt nicht nur der Offiziere des Österreichischen Bundesheeres und der Wiener Gesellschaft, sondern auch europäischer Politik und Wirtschaft. Aufgrund der immer stärker werdenden internationalen Zusammenarbeit mit ausländischen Armeen finden sich auch immer häufiger Offiziere aus diesen Ländern als Ballbesucher ein, umsomehr, da seit einigen Jahren jeweils ein bestimmtes Nachbarland einen Teil des Jungdamen- und Jungherren-Komitees für die Balleröffnung stellt. Gemeinsam mit Offiziersanwärtern der Theresianischen Militärakademie und Schülerinnen aus Wiens traditionellster Tanzschule Elmayer-Vestenbrugg tanzen sie die Eröffnung des Balles, für deren Choreographie ebenfalls diese Tanzschule verantwortlich zeichnet. Und unter der fachkundigen Anleitung wird auch die „Fledermausquadrille“ von allen Tanzbegeisterten um Mitternacht zelebriert, die nicht nur den Ausführenden, sondern auch den Zuschauern großes Vergnügen bereitet. Für die musikalische Unterhaltung sorgen verschiedene national bekannte Tanz- und Showbands und vor allem im Festsaal auch das „Große Ballorchester“ und die „Tanzband“ der Gardemusik Wien. Viel zu früh stimmt dann in den Morgenstunden der Solotrompeter der Gardemusik den „Zapfenstreich“ an, das Zeichen, dass wieder eine wunderbare Nacht und eine großartige Veranstaltung, nämlich der Ball der Offiziere, zu Ende ist.
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